Biogas – eine Alternative?

Schritt für Schritt erkennen die Wissenschaftler das Potential des Methangemischs, welches nicht nur wie heute üblich zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung in Blockheizkraftwerken eingesetzt werden kann. In Schweden wird das Biogas bereits – befreit von Verunreinigungen – in Erdgasqualität ins Gasnetz eingespeist. Der Grund: In Skandinavien ist die Einspeisung ins Stromnetz nicht rentabel, da in dem nordeuropäischen Staat keine garantierte Einspeisevergütung gezahlt wird. Auch Pkw könnten in Zukunft mit dem Gasgemisch betrieben werden. Erste Versuche mit dem alternativen Antrieb sind bereits im vergangenen Jahr gestartet.

Biogasanlagen arbeiten im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien unabhängig von Sonne, Wind und Wasser. Das macht das Gasgemisch, welches hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid besteht, zur idealen Ergänzung des Energiemixes der Erneuerbaren Energien. Mit rund 3000 Anlagen ist die Bundesrepublik Weltmeister in der Erzeugung der umweltfreundlichen Energie aus organischen Rohstoffen. Aus einem Hektar Ackerfläche lassen sich 10.000 Kubikmeter Biomethan gewinnen. Das entspricht einem Energiewert von rund 10.000 Litern Heizöl. Dennoch werden heute gerade einmal rund 0,5 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland mit Biogas gedeckt. Bis 2020 soll der Anteil jedoch auf 17 Prozent steigen. Kein Wunder, ist Biogas doch nicht nur eine umweltfreundliche Alternative zu fossilen Energieträgern, da sie CO2 neutral aus örtlich verfügbaren oder erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wird, sondern auch vielseitig einsetzbar – ob als Treibstoff für Fahrzeuge oder als Dünger, der auch noch effektiver ist als beispielsweise Rohgülle.

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